Beschreibung
Phospholipase A1 (PLA1) hydrolysiert die Esterbindung an der sn-1-Position von Phospholipiden und setzt eine freie Fettsäure sowie ein Lysophospholipid frei. In der Speiseölraffination ist sie das wichtigste Enzym der modernen enzymatischen Entschleimung und wandelt hydratisierbare und nicht-hydratisierbare Phospholipide in Lysoformen um, die zur Entfernung in die wässrige Phase übergehen.
Bernsteinfarbene Flüssigkeit für die direkte Dosierung in Ölentschleimungsanlagen. Die Aktivität wird in Phospholipase-Einheiten (PLU) nach Herstellerkonvention standardisiert.
Wir liefern Phospholipase A1 in Lebensmittelqualität von Herstellern in China, die über ISO 22000-, Halal-, Kosher- und weitere für Produkt und Produktion relevante Zertifizierungen verfügen. Gentechnisch optimierte Produktionsstämme aus Aspergillus oryzae und Thermomyces lanuginosus sind verfügbar.
Gängige Marktqualitäten umfassen die Standard-Entschleimungsflüssigkeit mit 5.000 PLU/g, konzentrierte 10.000 bis 25.000 PLU/g für die Niedrigdosierung in kontinuierlichen Entschleimungsanlagen, die Hochaktivitätsqualität mit 50.000 PLU/g sowie Backqualität für die Teigkonditionierung und Emulsionsstabilisierung.
Großgebinde und Lieferungen mit reduzierter MOQ. Chargenbezogenes COA mit Angaben zu Aktivität, pH-Optimum, Temperaturoptimum, Nebenaktivitäten, Schwermetallen und Mikrobiologie.
Einführung
Phospholipase A1 erreichte in den 2000er Jahren den kommerziellen Maßstab in der Speiseölraffination, als die enzymatische Entschleimung die alkalische Raffination in ausgewählten Pflanzenölmühlen verdrängte. Der enzymatische Weg liefert geringere Neutralölverluste, reduzierte Abwasserbelastung und verbesserte Energieökonomie und hat in der Soja-, Raps- und Sonnenblumenölraffination mittlerweile eine bedeutende globale Durchdringung erreicht.
Die industrielle Herstellung erfolgt durch submerse Fermentation gentechnisch optimierter Stämme aus Aspergillus oryzae und Thermomyces lanuginosus. Das Enzym wird als stabilisiertes Flüssigkonzentrat im ppm-Bereich in Ölentschleimungsreaktoren dosiert, wobei die Reaktionszeit bei kontrollierter Temperatur zwischen Minuten und wenigen Stunden liegt.
Das Enzym ist von der US-amerikanischen FDA aus zugelassenen Ursprungsorganismen als Generally Recognized as Safe (GRAS) eingestuft, im JECFA-Enzymkompendium gelistet und in der EU als Verarbeitungshilfsstoff gemäß Verordnung 1332/2008 zugelassen.
Mechanistisch spaltet PLA1 die sn-1-Fettsäure-Esterbindung von Phosphatidylcholin, Phosphatidylethanolamin und anderen Phospholipiden. Die entstehenden Lysophospholipide sind wasserdispergierbar und gehen während der zentrifugalen Trennung sauber in die wässrige Phase über, während die unumgesetzten Phospholipide andernfalls im Öl emulgiert blieben.
Die strategische Stellung in der industriellen Lebensmittelverarbeitung ist wachstumsstark: Die enzymatische Entschleimung verdrängt weiterhin die alkalische Raffination in Pflanzenölmühlen, und PLA1 zusammen mit den Schwesterenzymen PLA2 und PLC bildet die Technologieplattform, die diesen globalen Übergang antreibt.
Wo es eingesetzt wird
- Enzymatische Entschleimung von rohem Soja-, Raps-, Sonnenblumen- und Palmöl; senkt den Phosphorgehalt unter 10 ppm
- Umwandlung nicht-hydratisierbarer Phospholipide in der Ölraffination; reduziert Neutralölverluste gegenüber der chemischen Raffination
- Teigkonditionierung für Brot, Brötchen und Feingebäck; verbessert die Teigstabilität und die fertige Krumenstruktur
- Lysolecithin-Produktion aus rohem Soja- und Sonnenblumenlecithin
- Eigelbverarbeitung; erzeugt Lysolecithin-Emulgatoren mit verbesserter Hitzebeständigkeit
- Herstellung von Mayonnaise- und Dressing-Emulgatoren aus enzymatisch modifiziertem Eigelb
- Industrielle Lecithinmodifikation für verbesserte Emulgierung und Wasserdispergierbarkeit
- Pflanzenölvorbehandlung für die Biodieselrohstoffaufbereitung
Technische Daten
| Position | Spezifikation |
|---|---|
| Aussehen | Bernsteinfarbene Flüssigkeit |
| Aktivität | 5.000 bis 50.000 PLU/g oder nach Kundenspezifikation |
| pH-Optimum | 4,5 bis 6,0 |
| Temperaturoptimum | 40 °C bis 55 °C |
| Schwermetalle (als Pb) | ≤ 10 mg/kg |
| Arsen | ≤ 3 mg/kg |
| Gesamtkeimzahl | ≤ 50.000 KBE/g |
| Coliforme | ≤ 30 KBE/g |
| Salmonellen | Nicht nachweisbar in 25 g |
| E. coli | Nicht nachweisbar in 25 g |
| Ursprungsorganismus | Aspergillus oryzae oder Thermomyces lanuginosus |
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