Beschreibung
Glucoseoxidase ist eine Oxidoreduktase, die die Oxidation von beta-D-Glucose durch molekularen Sauerstoff katalysiert und dabei D-Glucono-1,5-lacton (das spontan zu Gluconsäure hydrolysiert) sowie Wasserstoffperoxid erzeugt. Sie bildet die Grundlage für Anwendungen zur Sauerstoffbindung, Glucoseentfernung und für Biosensoren in Lebensmitteln.
Cremeweißes bis hellgelbes, rieselfähiges Pulver oder bernsteinfarbene Flüssigkeit für die Inline-Dosierung. Die Aktivität wird in Sigma-Einheiten oder herstellerspezifischen Glucoseoxidase-Einheiten standardisiert, definiert gegenüber einem beta-D-Glucose-Substrat bei pH 5,1 und 35 Grad Celsius.
Wir liefern Glucoseoxidase in Lebensmittelqualität von Herstellern in China, die über ISO 22000-, Halal-, Kosher- und weitere für Produkt und Produktion relevante Zertifizierungen verfügen. Aspergillus niger und Penicillium chrysogenum sind die dominierenden Ursprungsorganismen, wobei gentechnisch optimierte Aspergillus-Stämme die moderne industrielle Versorgung prägen.
Gängige Marktqualitäten umfassen die Standard-Lebensmittelqualität mit 10.000 U/g zur Teigstärkung in Backwaren, die konzentrierte Variante mit 50.000 U/g für die Inline-Dosierung in Getränken, hochreine Qualitäten mit 100.000 U/g für die Eiweißverarbeitung und die Herstellung analytischer Biosensoren sowie kombinierte Präparate aus Glucoseoxidase und Katalase zur Wasserstoffperoxid-Neutralisierung in Einstufensystemen.
Großgebinde und Lieferungen mit reduzierter MOQ. Chargenbezogenes COA mit Angaben zu Aktivität, pH-Optimum, Temperaturoptimum, Katalase-Nebenaktivität (deklariert), Schwermetallen und Mikrobiologie.
Einführung
Glucoseoxidase wurde erstmals 1928 von Detlev Müller in Aspergillus niger charakterisiert. Die industrielle Produktion erreichte ihre kommerzielle Reife in den 1960er Jahren, zunächst getrieben durch die Märkte für Lebensmittelkonservierung und klinische Diagnostik, und expandierte in den 1990er Jahren, als sich die Teigkonditionierung im Backwarenbereich infolge regulatorischen Drucks auf chemische Oxidationsmittel zu einer bedeutenden Anwendung entwickelte.
Die industrielle Herstellung erfolgt durch submerse Fermentation ausgewählter Stämme von Aspergillus niger mit anschließender Filtration, Aufkonzentrierung und Formulierung. Moderne Präparate zeichnen sich durch eine sehr geringe Katalase-Nebenaktivität aus (beziehungsweise, in Kombinationsprodukten, durch eine gezielte Mitformulierung mit Katalase), wodurch festgelegt wird, ob das gebildete Wasserstoffperoxid erhalten bleibt oder unmittelbar zu Wasser und Sauerstoff zersetzt wird.
Das Enzym ist von der US-amerikanischen FDA aus zugelassenen Aspergillus-niger-Stämmen als Generally Recognized as Safe (GRAS) eingestuft, im JECFA-Enzymkompendium gelistet und in der EU als Verarbeitungshilfsstoff zugelassen. Eine Acceptable Daily Intake ist nicht festgelegt.
Mechanistisch ist Glucoseoxidase eine Flavinadenindinukleotid-abhängige Oxidoreduktase, die beta-D-Glucose zwei Elektronen entzieht und diese auf molekularen Sauerstoff überträgt, wobei Wasserstoffperoxid entsteht. Die hohe Spezifität für beta-D-Glucose gegenüber anderen Zuckern ist die Grundlage klinischer Glucose-Biosensoren und ermöglicht selektive Anwendungen in komplexen Lebensmittelmatrices.
Die strategische Stellung ist breit angelegt und wachsend: Die regulatorische Beschränkung chemischer Oxidationsmittel in Backwaren und der Trend zu Clean-Label-Produkten in der Lebensmittelverarbeitung haben Glucoseoxidase als Standardersatz etabliert. Dieselbe Enzymplattform bildet zudem die Grundlage der globalen Glucose-Biosensor-Industrie rund um die häusliche Blutzuckermessung.
Wo es eingesetzt wird
- Teigstärkung in Backwaren; oxidativer Teigkonditionierer, der Kaliumbromat und Ascorbinsäure ersetzt oder ergänzt
- Entzuckerung von Eiklar; entfernt Restglucose vor der Trocknung, um die Maillard-Bräunung im getrockneten Eiklarpulver zu verhindern
- Sauerstoffbindung in Getränken; schützt Wein, Säfte und Bier vor oxidativem Verderb
- Haltbarkeit von Mayonnaise und Salatdressings; kombiniert mit Katalase zur Vermeidung oxidativer Ranzigkeit
- Herstellung von Gluconsäure durch enzymatische Oxidation von Glucose
- Produktion von Glucose-Biosensoren für Blutzuckermessgeräte und analytische Lebensmittelgeräte
- Kontrolle der Honigkristallisation und Verlängerung der Haltbarkeit
- Antimikrobielle Systeme in Milch- und Fleischprodukten durch In-situ-Bildung von Wasserstoffperoxid
- Alkoholreduktion in Wein und Cider durch selektive Glucoseentfernung vor der Fermentation
Technische Daten
| Position | Spezifikation |
|---|---|
| Aussehen | Cremeweißes bis hellgelbes Pulver oder bernsteinfarbene Flüssigkeit |
| Aktivität | 10.000 bis 100.000 U/g oder nach Kundenspezifikation |
| pH-Optimum | 5,0 bis 6,0 |
| Temperaturoptimum | 30 °C bis 40 °C |
| Feuchtigkeit (Pulver) | ≤ 8,0 % |
| Schwermetalle (als Pb) | ≤ 10 mg/kg |
| Arsen | ≤ 3 mg/kg |
| Gesamtkeimzahl | ≤ 50.000 KBE/g |
| Coliforme | ≤ 30 KBE/g |
| Salmonellen | Nicht nachweisbar in 25 g |
| E. coli | Nicht nachweisbar in 25 g |
| Ursprungsorganismus | Aspergillus niger oder Penicillium chrysogenum |
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