Beschreibung
Soda-Alaun, NaAl(SO4)2, geliefert in wasserfreier Form und als Dodecahydrat. Eine langsam wirkende Triebsäure für selbstaufgehendes Mehl und doppelt wirkende Backpulver sowie ein Festigungs- und Adstringensmittel in ausgewählten Pickle-Anwendungen.
Weißes kristallines Pulver oder granulares Material. Wasserlöslich; die wässrige Lösung ist aufgrund der Hydrolyse des Aluminium-Kations sauer.
Wir liefern Natriumaluminiumsulfat in Lebensmittelqualität von Herstellern in China, die ISO-, Halal-, Kosher- und weitere produkt- und produktionsrelevante Zertifizierungen besitzen. Einschränkungen für aluminiumhaltige Zusatzstoffe in mehreren Jurisdiktionen sollten vor dem Einkauf anhand der Vorschriften des Zielmarktes überprüft werden.
Gängige Marktqualitäten umfassen wasserfreie Lebensmittelqualität für industrielle Backpulver, Lebensmittel-Dodecahydrat für allgemeine Lebensmittel- und Pickle-Anwendungen sowie Industriequalität für Nicht-Lebensmittelanwendungen. Die Partikelgröße wird vom Backpulver-Formulierer festgelegt.
Lieferungen als Großmenge oder mit reduzierter MOQ. Chargenbezogenes COA mit Angaben zu Gehalt, Aluminiumgehalt, Neutralisationswert, freier Säure, Schwermetallen und Mikrobiologie.
Einführung
Natriumaluminiumsulfat, gemeinhin Soda-Alaun genannt, wird seit dem späten 19. Jahrhundert als Triebsäure eingesetzt, als aluminiumbasierte Triebsysteme im industriellen Backen Kostenvorteile gegenüber Weinstein boten. Im 20. Jahrhundert fand das Produkt breite kommerzielle Anwendung in selbstaufgehendem Mehl und doppelt wirkenden Backpulvern.
Die Produktion erfolgt durch Umsetzung von Aluminiumhydroxid oder Aluminiumsulfat mit Natriumsulfat in kontrollierter Stöchiometrie, gefolgt von Kristallisation. Das Dodecahydrat ist das kinetische Produkt der üblichen wässrigen Synthese; wasserfreies Material wird durch kontrollierte Dehydratation hergestellt.
In der EU als E521 reguliert, wobei mehrere Jurisdiktionen den Einsatz aluminiumhaltiger Zusatzstoffe in Lebensmitteln, die in großen Mengen von Kindern verzehrt werden, einschränken. Die JECFA hat eine vorläufige tolerierbare wöchentliche Aufnahme für Aluminium aus Zusatzstoffen festgelegt; in mehreren wichtigen Märkten wurde die zulässige Verwendung in bestimmten Lebensmittelkategorien reduziert oder gestrichen. Kunden sollten den aktuellen regulatorischen Status für den Zielmarkt prüfen, bevor SAS in Endproduktformulierungen festgelegt wird.
Der Mechanismus als Triebsäure beruht auf Hydrolyse: Das Aluminium-Kation in Lösung bildet saure hydratisierte Spezies, die mit Natriumhydrogencarbonat zu CO2 reagieren. Die Reaktion ist bei Raumtemperatur langsam und beschleunigt sich bei Ofentemperaturen, wodurch SAS eine echte hitzeaktivierte spät wirkende Triebsäure ist. Das langsame Profil unterscheidet SAS von MCP (schnell) und SAPP (mittel) und liefert den späten CO2-Schub, der die Kuchenkrumenstruktur in der finalen Backphase fixiert.
Strategische Positionierung: SAS ist eine der drei klassischen Triebsäureoptionen für doppelt wirkende Systeme neben SALP und SAPP. Die regulatorische Verschärfung bei Aluminiumzusatzstoffen hat den Einsatz in einigen Märkten reduziert; in industriellen Backanwendungen, in denen sein kinetisches Profil zur Produktspezifikation passt, bleibt es jedoch ein zugelassener Inhaltsstoff.
Wo es eingesetzt wird
- Langsam wirkende Triebsäure in doppelt wirkenden Backpulverformulierungen
- Selbstaufgehendes Mehl und industrielle Fertigbackmischungen
- Knack-Effekt-Mittel in ausgewählten Gurken- und Bread-and-Butter-Pickle-Produkten
- Adstringens in Zahn- und Pharmazubereitungen
- Beize in der Färberei und in Textilanwendungen außerhalb des Lebensmittelsektors
- Flockungsmittel in einigen kommunalen und industriellen Wasseraufbereitungssystemen
- Bestandteil der Brandbekämpfungschemie
- Aluminiumquelle in spezieller chemischer Synthese
Technische Daten
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Aussehen | Weißes kristallines Pulver oder granulares Material |
| Gehalt (NaAl(SO4)2, Trockenbasis) | ≥ 99,0 % |
| Aluminiumgehalt | 10,5 % bis 11,5 % |
| Neutralisationswert | 100 bis 104 |
| Freie Säure (als H2SO4) | ≤ 1,0 % |
| Eisen (als Fe) | ≤ 25 mg/kg |
| Schwermetalle (als Pb) | ≤ 10 mg/kg |
| Arsen | ≤ 3 mg/kg |
| Fluorid | ≤ 30 mg/kg |
| Partikelgröße | Gemäß Kundenspezifikation |
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